Organsenkungen

Stopp was sinkt wo hin?

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Ein kurzer Überblick

Bei einer Organsenkung ändert mindestens eines der Organe des kleinen Beckens seine Position. Auf dem Bild oben sind die verschiedenen Varianten sehr schön dargestellt. Üblicherweise senken sich entweder die Blase (Cystocele), die Gebärmutter (Uterine prolaps) oder der Darm (Rectocele) ab, manchmal sind auch mehrere Organe gleichzeitig betroffen. In den meisten Fällen senken sich die Organe so ab, dass sie auf die vordere oder hintere Scheidenwand drücken. Daher kommt auch das Druck-, Schwere oder Fremdkörpergefühl in der Vagina was viele betroffene Frauen spüren. Weiterhin können Schmerzen oder eine allgemeines Schweregefühl des Beckenbodens Symptome sein. Manchmal geht eine Senkung auch mit einer Inkontinenzproblematik einher. Schwangerschaft und Geburt, Insuffizienz der Beckenbodenmuskulatur, dauerhafte, starke körperliche Belastung und Übergewicht sind nur einige mögliche Ursachen.

Wichtig zu sagen ist, dass zwar ca 50 % der Frauen über 50 Jahre eine Organsenkung haben, davon aber nur 17% an Symtomen leiden. Eine Organsenkung 1 und 2 Grades wird von den Frauen häufig gar nicht bemerkt und muss sich auch nicht zwangsläufig verschlechtern. Nur weil dir also jemand gesagt hat, dass du eine Organsenkung hast heißt das noch lange nicht, dass du auch Probleme bekommen wirst oder gar operiert werden musst.

Diagnostik und Therapie von Organsenkungen

Eine Organsenkung wird üblicherweise von Frauenärzten diagnostiziert. Je nach Schweregrad kommen verschiedene Behandlungsansätze in Frage. Konservativ kann zum einen mit Hilfsmitteln wie Pessaren gearbeitet werden, außerdem kommt auch eine physiotherapeutische Begleitung in Frage. In schwerwiegenden Fällen mit starken Beschwerden kann auch eine Operation in Betracht gezogen werden.

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Pessare sind kleine Schalen, Würfel oder Ringe aus Gummi oder Silikon die in die Scheide eingesetzt werden (ähnlich wie ein Tampon), um die Organe zusätzlich zu stützen. In dem Bild oben seht ihr ein engesetztes Pessar. Sie werden normalerweise von Frauenärzten verschrieben und individuell angepasst.

Physiotherapie bei Organsenkungen

Im Zuge einer Physiotherapeutischen Behandlung geht es meist darum die Beckenbodenmuskulatur zu kräftigen und gemeinsam entlastende Positionen zu erarbeiten. Häufig können die Beschwerden auch durch ein angepasstes Alltagsverhalten gelindert werden. Je nach Schweregrad der Senkung kann man physiotherapeutisch jedoch keine vollständige Heilung erzielen, sondern den Beckenboden dabei unterstützen optimal zu Arbeiten und die Situation zu kompensieren. Ein regelmäßiges, angepasstes Training lohnt sich jedoch trotzdem auf jeden Fall, da man einer Verschlechterung vorbeugen und die Symptome häufig lindern kann. Viele Frauen leben mit einer Organsenkung und könenn trotzdem ihrem Sport nachgehen ohne im Alltag große Probleme zu haben.

Ich hoffe dieser Beitrag hat dir einen guten ersten Überblick über die Theamtik gegeben. Wenn du noch Fragen oder Anmerkungen hast schreibe mir doch gerne in die Kommentare.

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